Fata Morgana

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Die optische Illusion der Fata Morgana ist eigentlich ein physikalisches Phänomen zwischen kalten und warmen Luftschichten. Im Mittelalter erklärt mit der Sage der Fee Morgana, die auf einer für Sterbliche unerreichbaren, mystischen Insel lebte, ist das Phänomen mittlerweile weithin mit der weiten Wüstenebene assoziiert, in denen sich das Auge in den Spiegelungen am Horizont verliert und meint, einen durststillenden See erspähen zu können | Die zwei ‚Mirror fugues‘ sind jeweils die exakte Spiegelung der anderen – alle vier Stimmen invertieren und reflektieren sich und demonstrieren so ein weiteres Mal die Genialität der Bachschen ‚Kunst der Fuge‘ | In Vasks ‚Plainscapes‘ erkennt man den weiten Horizont der endlosen Landschaften des lettischen Semgallen, wo der Horizont von überall aus zu sehen ist | Der damals 21-jährige Glazunov hatte bei der ‚Rêverie orientale‘ vermutlich die Gegenden des asiatischen Samarkand, heute Usbekistans, vor Augen, welches die europäischen Russen vom ornamentalen Reichtum des Orients, seiner Lebenslust und Exotik eines sonnigeren Landes träumen ließ | Der träumerischen Fantasie Faurés, komponiert für den alljährlich stattfindenden ‚Concours de flûte‘ am Pariser Conservatoire folgt zum Abschluss das Werk des damals noch jungen Armenischen Komponisten Khatschaturjan: Auch hier sind orientalische Einflüsse und Anklänge an die usbekische Wüste mit ihren Volksliedern zu hören.

24. Juli
St. Niels | Westerland | 11.30 Uhr
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Johann Sebastian Bach · 1685-1750

Mirror fugues

Alexander Glasunow · 1865-1936

Rêverie orientale · 2014

Pēteris Vasks · geb. 1946

Plainscapes · 2002 (rev. Trio 2011)

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Gabriel Fauré · 1845-1924

Fantasie op. 79 für Flöte und Klavier · 1898

Aram Khatschaturjan · 1903-1978

Trio für Klarinette, Violine und Klavier · 1932