Clara Reflected

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Die junge britische Komponistin Klouda bezieht sich in ihrem Werk, geschrieben für das Monte Piano Trio, auf die für ihre Zeit höchst außergewöhnliche Dreiecksbeziehung zwischen den Schumanns und Brahms. Drei Instrumente und drei Interpreten erwecken drei Perspektiven, drei Erfahrungswelten: Jeder Satz verkörpert eine der drei Persönlichkeiten und im zweiten Satz ist überdies der Name Claras in Morsecode chiffriert verborgen | Robert Schumann komponierte das Klavierquartett, das einzige dieser Gattung von ihm, als letztes größeres Werk in seinem sogenannten ‚Kammermusikjahr‘ 1842 - in dichter Folge entstanden die drei Streichquartette sowie das Clara gewidmete Klavierquintett, welches in gleicher Tonart und dem Klavierquartett unmittelbar vorausgehend oft als Schwesterwerk jenes angesehen wird. Wie in vielen seiner Stücke hat Schumann auch hier musikalische Zitate und Referenzen an seine Frau eingebettet | Auch Brahms verwendet die Buchstaben von Claras Namen als Geheimschrift in fast allen vier Sätzen seines grandiosen Klarinettenquintetts - Er hatte sein Schaffen im Jahr 1890 eigentlich schon für beendet gehalten, als er mit Richard Mühlfeld einen außergewöhnlichen Klarinettisten kennenlernte, der ihn noch einmal zu vier Meisterwerken mit Klarinette inspirierte, von denen das Quintett wohl sein kammermusikalisches Testament darstellt.

22. Juli
St. Niels | Westerland | 20 Uhr

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Natalie Klouda · geb. 1984

Trio Nr. 1 Tantasy Triptych · 2014

Robert Schumann · 1810-1856

Klavierquartett in Es Dur op. 47 · 1842

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Johannes Brahms · 1833-1897

Klarinettenquintett in h moll op. 115 · 1891